„Manie“ – Gießen

29. Oktober 2013

„Ich liebe diese Tage wenn es nicht mehr richtig warm ist, sondern kühl und neblig. Das ist die richtige Jahreszeit für den Zwiebel-look, und da gibt es im Herbst auch so fantastische Farben, Lila, zum Beispiel. Ist eigentlich gar nicht meins aber hier hat eine Freundin vor kurzem einen Rock liegen gelassen, der mir passte und seitdem habe ich total viel Lila im
Schrank hängen. Das ist auch gar kein richtiger Schrank, da habe ich so Fächer und einen Vorhang davor. Den hat meine Mutter geschneidert, als sie mit meinem älteren Bruder schwanger war und der wohnt jetzt in Köln.“
Am 21. und 23.November in der Schanzenstraße 1 in Gießen. Ein Brachland-Projekt von und mit Irina Ries und Maria Isabel Hagen.

„Heute Abend: Lola Blau“ – Vorgeschmäcke

26. Oktober 2013

„Appetit holen für die neue Spielzeit
… Unkonventionell und auch spritzig wirkte dieses Konzert – ebenso die folgenden Ausblicke auf geplante Inszenierungen der neuen Spielzeit. Lasziv und eindrucksvoll warb Irina Ries für das Ein-Personen-Musical „Heute Abend: Lola Blau“ von Georg Kreisler. …“
Susanne Sobko / 17.09.2013 / insüdthüringen.de

„Heute Abend: Lola Blau – Leben im Exil
One-Woman-Show aus der Feder von Georg Kreisler um eine aufstrebende jüdische Künstlerin, die durch den Nationalsozialismus ins Exil gezwungen wird. Es inszeniert Carsten Kochan. In der Titelrolle: Irina Ries.“
www.musicalzentrale.de

„Der Diener zweier Herren“ in Eisenach – Kritik

27. Mai 2013

„…Aber die unendlichen Verwechslungen, Missverständnisse, falschen Annahmen und Irrtümer sind plastisch herausgearbeitet und durchsetzt mit viel Situationskomik inklusive die unverzichtbaren running Gags. Der beste ist, wenn Irina Ries als das fesche und nicht eben maulfaule Kammermädchen Smeraldina mehrfach im Reifrock (!) eine Kletterstange herunterrutscht, die vom Rang bis auf die Bühne reicht…. Das Publikum wird kurzweilig unterhalten. Das ist ganz im Sinne der alten Commedia – sie will vor allem unterhalten. Die Zuschauer dankten mit starkem Applaus.“
Wolfgang Wicht / 25.02.13 / TA

„Slapstick und Charme
…Eine Rolle wie geschaffen für den Komödianten Roman Weltzien: Er kann sich hier richtig austoben mit einer Mischung aus Slapstick und Charme; ist mal Schelm und mal Gauner, mal gewieft und mal täppisch – wohl kein Zuschauer, der ihn nicht bald ins Herz geschlossen hat. Das gleiche Format zeigt Irina Ries als Smeraldina – eine temperamentvolle, redegewandte Zofe, ebenso erfüllt von Spielfreude und Energie, die beiden gemeinsam ein komödiantisches Traumpaar….“
Susanne Sobko / 25.02.2013 / freies Wort

„Der Diener zweier Herren“ – Matinee zur Premiere in Eisenach

11. Februar 2013

„…Ab dem 23. Februar 2013 soll „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni das große Publikum im Eisenacher Theater begeistern. Die Vorschau am Sonntagvormittag (10.02.) im Rang-Foyer des Landestheaters war bereits viel versprechend. So brachte die gut besuchte Matinee den Theaterfreunden in bewährter Weise Informationen zu Stück und Autor, vorgetragen von Carsten Kochan (Dramaturgie) und Peter Bernhardt (Regie), näher. Das besondere Matinee-Highlight allerdings war der Mini-Auftritt von Roman Weltzien und Irina Ries, die mit einem kleinen Szenenauszug neben ihren komödiantischen Fähigkeit auch ein ungeahntes Sprachtalent dem deutlich erheiterten Publikum zu Gehör brachten…“
eisenach-city.de (Mike Burkhardt), 11.02.2013

„Amadeus“ in Eisenach – Kritik

11. Februar 2013

„…Die witzige Inszenierung wird spannungsvoll vom Orchester begleitet…
Mozart, den Roman Weltzien mit grandioser Bühnenpräsenz und furioser Agilität in Szene setzte,… wird aus der Sicht seines stärksten Konkurrenten Antonio Salieri beschrieben, dessen selbstzerstörerischen Neid Gregor Nöllen hervorstellte…
Komische Züge mischten Alexander Beisel und Stephan Rump­horst als herrlich kunstsinnfreie Gestalten des Hofes bei, während die meisterlich authentische Irina Ries als Constanze die Bürden einer Ehe mit dem Künstlergenie ertrug.“
TLZ (Julia Stadter), 20.01.2013

Premiere von „Spieltrieb“ in Eisenach

06. September 2012

Endlich wieder Bühne.

Nach einigen Synchronisationen von u.a. canadischen und japanischen Filmproduktionen mit aaron:.film, Nürnberg, ist es endlich wieder soweit. Mit einigen Auftritten als Sheila im „Hair“-Ensemble des Meininger Staatstheaters ging die Spielzeit 11/12 erfolgreich zu Ende. Jetzt hat das Schauspiel Irina Ries wieder – dieses Mal im Landestheater Eisenach. Am 20. September 2012 bin ich mit der Rolle der Ada in Juli Zehs „Spieltrieb“ in einer Inszenierung von Sebastian Stolz zu sehen. Eine tolle Probenphase geht in den Endspurt, man darf auf die Umsetzung des spannendes Stoffs gespannt sein. Karten bitte über das Kartenbüro des Theaters bestellen (03691 256-219).

Deutsche Stimme von Macarena Gómez in „Neon Flesh“

20. Februar 2012

Im Februar habe ich in Nürnberg  in der spanischen Produktion „Carne de neón“ u.a. La Canija (Macarena Gómez) meine Stimme geliehen. Der Film erscheint demnächst in den Videotheken.

Eine Produktion der WVG Medien GmbH / Aaron Film

prep and landing – naughty vs. nice

25. November 2011

Es bewegt sich was in München. Die Vorstellungen von Frankenstein im Metropoltheater werden gut angenommen (für die letzten drei Vorstellungen gibt es noch wenige Restkarten).

Und bald kann man meine Stimme im Fernsehen hören. Am 6. Dezember läuft der Kurzfilm PREP & LANDING – NAUGHTY VS. NICE der Walt Disney Animation Studios auf abc an und demnächst dann auch in Deutschland. Gestern war ich dafür im Synchronstudio.

Wenn ihr euch totschlagt, ist es ein Versehen – Kritiken

06. Juni 2011

„Die TiL-Bühne wird zur Baustelle eines Lebens
Spielfreudig und temporeich präsentierte Christian Fries seine Inszenierung von Oliver Bukowskis Kleist-Stück „Wenn ihr euch totschlagt, ist es ein Versehen“ bei der Premiere im Gießener Stadttheater am Freitagabend.
Von Techno-Beats beschallt kommen die Besucher durch den Hintereingang ins Theater,… auf dem Boden zwei rote Läufer und vor allem viele Kartonteile, die zwischen den elf flott abgerollten Szenen immer wieder neu gemischt oder umsortiert werden, als entstünde dadurch ein neuer Sinn des Bühnenbildes, das man auch als Baustelle Leben bezeichnen könnte…
Dergestalt thematisieren sich Requisiten, Kulissen und Spielanweisungen irgendwo zwischen Kunst und deren vermeintlichem Gegenteil selbst im theatralischen Geschehen…
Dabei bedient sich diese Bildsprache mal tänzerischer Elemente, dann wieder komischer Slapstickeinlagen, … „Ich bin das, was ich scheine, und scheine nicht das, was ich bin, mir selbst ein unerklärliches Rätsel, bin ich entzweit von meinem Ich“, klagt der Medardus der Elixiere über das Phänomen der multiplen Selbstwahrnehmung, die im digitalen Zeitalter durch die inflationäre Vervielfältigung der primären Wirklichkeit noch gesteigert wird.
Könnte das philosophische und mittlerweile auch gerne als Pubertätskitsch abgetane Thema der modernen Identitäts- und Erkenntniskritik, an der sich im Ausgang von Kant über Kleist und Hoffmann bis hin zu Bukowskis Bühnenstück die Literatur abarbeitet, auch vom Theaterbesuch abschrecken, so überzeugt diese Inszenierung durch die spielerische Leichtigkeit, mit der sich ihr Tiefsinn ästhetisch genießbar und oft auch komisch entfaltet. Der Unterhaltungswert äußert sich nicht zuletzt in einer Reihe überraschender Regieeinfälle. Schon mal gehört, wie es klingen kann, wenn man die Kritik der Urteilskraft singt (Irina Ries)? Bis zum Schluss vermochten die Darsteller das Publikum mit ihrem Spieltrieb zu bannen, wofür es lang anhaltenden Beifall spendete.“
Gießener Allgemeine Zeitung (Matthias Luft), 18.04.2011

„Heinrich Kleist in die Moderne versetzt
Premiere: „Wenn ihr euch totschlagt, ist es ein Versehen“ von Oliver Bukowski. – Beklemmendes Kammerspiel über Dreiecksverhältnis.
…Christian Fries ließ das Stück im Spannungsbereich zwischen Komödie und Tragödie changieren…
Bernd Getskard (Milan Pesl) ist ein verkanntes Genie mit allem, was das Klischee dazu hergibt. Der Dichter ist eitel, selbstgerecht, egomanisch und ignorant, unsicher, ängstlich sensibel und lebensuntüchtig. Ohne seine Freundin Claudi (Irina Ries) und seinen Freund Wiepert (Rainer Hustedt) wäre Getskard aufgeschmissen. Wie es sich für ein Genie gehört, dankt er den beiden nicht, sondern provoziert sie ständig…
Fries lässt seine Akteure beklemmend realistisch leiden und er lässt offen, ob Wiepert an Getskard oder Claudi in unglücklicher Liebe gekettet ist…
Fries und seinem Ensemble gelingt es, dem Stück seine Dialoglastigkeit zu nehmen und dem Publikum die beklemmende Welt eines manisch-depressiven Künstlers zu öffnen.“
Gießener Anzeiger (Klaus-J. Frahm), 18.04.2011

Graf Öderland – Kritiken

18. Januar 2011

„Knallereien, Farben, Musik: Frischs sperriger „Graf Öderland“ als sinnliches Spektakel
„Die Uraufführung 1951 in Zürich war ein respektabler Misserfolg, später in Frankfurt wurde das Stück unter Fritz Kortner noch einmal aufgeführt: ein noch respektablerer Misserfolg.“ Das sagte Autor Max Frisch mit einer gesunden Portion Selbstironie in einem Interview über seine Moritat „Graf Öderland“. Absolut nicht nachvollziehbar ist diese Bewertung aus früheren Jahren allerdings für jene, die jetzt am Stadttheater Gießen eine mehr als respektable Neuinszenierung erlebten.
Kurzweilig und doch anspruchsvoll, manchmal richtig witzig: Vor allem den zündenden Ideen von Regisseur Dirk Schulz und Bühnenbildner Bernhard Niechotz sowie dem engagierten Auftritt der Schauspieler ist es zu danken, dass nach der gut zweistündigen Aufführung das Premierenpublikum lang applaudierte…
…der spielerische Umgang mit dem Stoff ist es wohl auch, der den Theatermachern vor 60 Jahren fehlte…
Ein weiterer Grund für den Erfolg der aktuellen Inszenierung am Stadttheater mag sein, dass sich Regisseur Dirk Schulz nicht nur auf den reinen Text konzentrierte. Wo die Sätze zu sperrig, manchmal gar ein bisschen belehrend wurden, setzten die Akteure auf die Sinne der Zuschauer. Zu sehen gibt es genug: In erster Linie natürlich das lebhafte Spiel der hervorragenden Schauspieler, die mit Leichtigkeit gleich in mehrere Rollen schlüpften: …Wunderbar spielt Irina Ries, die gleich in drei koketten Rollen zu sehen ist: Hilde, Inge und Coco, alle drei sind Geliebte  des Staatsanwalts…
Knallereien, Farben, Musik:Das ist das Beste, was einem bisweilen sperrigen Stoff passieren kann. Schließlich hält sich das Publikum nicht in einer Vorlesung auf, sondern im Theater.“
Gießener Anzeiger (Ulla Hahn-Grimm), 10.01.2011

„Kein öder Land in dieser Zeit.
Der Wutbürger steht auf im Lande, aber der interessiert den Grafen Öderland eigentlich nicht. Er will nicht Symbolfigur sein, und schon gar nicht will er Verantwortung tragen, außer für sich. Er will einfach nur leben, als könnte das Leben selbst dem Leben Sinn geben….
Es ist immer dieselbe Frau, die ihn begleitet (Irina Ries als Hilde/Inge/Coco), es ist immer dieselbe (Kyra Lippler als Elsa), die ihn betrügt, und immer derselbe Nicht-Freund (Roman Kurtz als Doktor Hahn), der ihr assistiert.
Der „Graf Öderland“ setzt im Stadttheater Gießen etliche erfreulich offene Fragen in die Welt.“
FR (Hans-Jürgen Linke), 10.01.2011

„»Graf Öderland«: Alles nur geträumt?
Mit Marilyn-Monroe-Charme verkörpert Irina Ries die drei Gespielinnen des Aussteigers, allesamt in unschuldigem Weiß gekleidet. Insgesamt 26 Figuren hat Frisch für seine »Moritat« vorgesehen,… die sie allesamt sehr sauber zeichnen.“
Gießener Allgemeine (Marion Schwarzmann), 09.01.2011

„Wehe wenn er losgelassen- Max Frischs „Graf Öderland“ wütet im Stadttheater Gießen
…Die Stimmungen unterstreichend erklang Fabian Kühnleins akustische Untermalung: Schüsse hallten durch die Abwasserkanäle, der Santorin-Jingle erinnerte an das uneinlösbare Versprechen einer unbeschwerten Zeit auf der Mittelmeerinsel, dem Sehnsuchtsziel des Staatsanwaltes, und unheilvoll gruselig erschallte der Kinderreim der schönen Köhlerstochter vom axtmordenden Grafen Öderland….
Irina Ries als junge Versuchung suchte den Staatsanwalt gleich in drei Rollen heim und versprühte die gleichwohl unschuldige wie gierige Lebensfreude, nach der dieser sich so sehnte.
Regisseur Dirk Schulz‘ gelungene Inszenierung des schwierigen Stoffes schaffte es das Premierenpublikum durchweg zu fesseln, was es mit lang anhaltendem Schlussapplaus belohnte. Auch wenn bei der Premiere vordergründig viel gelacht wurde, blieb einem beim späteren Nachsinnen doch der eine oder andere- beim Ernst der Thematik unangebrachte- Lacher noch nachträglich im Halse stecken.“
Gießener Zeitung (Christiane Kowollikam), 10.01.2011