„Heute Abend: Lola Blau“ – Pressestimmen

15. November 2013

„Lola Blau verlangt es nach Theater
Das Landestheater Eisenach zeigt Georg Kreislers Ein-Personen-Musical über eine jüdische Schauspielerin, die um jeden Preis auf die Bühne will.
… Der Österreichische Dichter und Komponist Georg Kreisler schrieb wunderbare Lieder für die naive jüdische Varité-Schauspielerin, melodiöse Sprachspiele, zum Teil bitterböse und am Rande des Nonsens. Christian Keul begleitet diese am Klavier. Dass er kein professioneller Schauspieler ist, dem Regisseur Carsten Kochan kleine Sprechrollen gegeben hat, stört nicht weiter. Die Bühne gehört ja Irina Ries als Lola Blau. Sie singt mit rauer Stimme und spielt die Naive einprägsam. Darin verliert sich die Figur jedoch mitunter zu sehr.
… Gegen Ende zeigt sich aber doch, wie bitter Lola geworden ist. Die stärkste Szene ist jene mit Frau Schmidt. Irina Ries intoniert den derben Wiener Akzent, verzehrt das Gesicht zur feinen Dame, die über ihr Leben fabuliert und mitläuft, egal wer gerade regiert, „ich bin doch nur die Frau Schmidt.“ „Heute Abend: Lola Blau“ hält dem Bürgertum den Spiegel vor. Einzig zwei Stofftücher mit Hakenkreuzen sind eine bewusste Provokation. Ansonsten ist die Bühne spärlich gehalten. Scheinbar spontan wird die Lola mit dem gespielt, was der Schauspielerin in die Hände fällt. Eine Lampe als Telefon, ein Koffer als Bett. Ja, wie schrieb schon Kreisler: Im Theater ist was los.“
Katja Dörn / 11.11.13 / TLZ

„Eisenach – Ein Klavier, einen Pianisten, ein Mikrofon, einen Koffer und eine Frau – mehr braucht ein Musical eigentlich nicht. Zumindest nicht «Heute Abend: Lola Blau».
Am Freitagabend feierte das Monodrama Georg Kreislers im Eisenacher Landestheater seine Premiere und obwohl nur wenig Publikum gekommen war, war diese, nicht zuletzt wegen des langanhaltenden Applauses, ein Erfolg.
… Gespielt wird Lola Blau im Eisenacher Theater von Irina Ries, welche mit großer Bravur und nur unterstützt von ihrem Pianisten, Christian Keul, durch das rund zweistündige Programm führt.“
eol/ppb / 10.11.13 / eisenachonline.de

„Manie“ – Gießen

29. Oktober 2013

„Ich liebe diese Tage wenn es nicht mehr richtig warm ist, sondern kühl und neblig. Das ist die richtige Jahreszeit für den Zwiebel-look, und da gibt es im Herbst auch so fantastische Farben, Lila, zum Beispiel. Ist eigentlich gar nicht meins aber hier hat eine Freundin vor kurzem einen Rock liegen gelassen, der mir passte und seitdem habe ich total viel Lila im
Schrank hängen. Das ist auch gar kein richtiger Schrank, da habe ich so Fächer und einen Vorhang davor. Den hat meine Mutter geschneidert, als sie mit meinem älteren Bruder schwanger war und der wohnt jetzt in Köln.“
Am 21. und 23.November in der Schanzenstraße 1 in Gießen. Ein Brachland-Projekt von und mit Irina Ries und Maria Isabel Hagen.

„Heute Abend: Lola Blau“ – Vorgeschmäcke

26. Oktober 2013

„Appetit holen für die neue Spielzeit
… Unkonventionell und auch spritzig wirkte dieses Konzert – ebenso die folgenden Ausblicke auf geplante Inszenierungen der neuen Spielzeit. Lasziv und eindrucksvoll warb Irina Ries für das Ein-Personen-Musical „Heute Abend: Lola Blau“ von Georg Kreisler. …“
Susanne Sobko / 17.09.2013 / insüdthüringen.de

„Heute Abend: Lola Blau – Leben im Exil
One-Woman-Show aus der Feder von Georg Kreisler um eine aufstrebende jüdische Künstlerin, die durch den Nationalsozialismus ins Exil gezwungen wird. Es inszeniert Carsten Kochan. In der Titelrolle: Irina Ries.“
www.musicalzentrale.de

„Der Diener zweier Herren“ in Eisenach – Kritik

27. Mai 2013

„…Aber die unendlichen Verwechslungen, Missverständnisse, falschen Annahmen und Irrtümer sind plastisch herausgearbeitet und durchsetzt mit viel Situationskomik inklusive die unverzichtbaren running Gags. Der beste ist, wenn Irina Ries als das fesche und nicht eben maulfaule Kammermädchen Smeraldina mehrfach im Reifrock (!) eine Kletterstange herunterrutscht, die vom Rang bis auf die Bühne reicht…. Das Publikum wird kurzweilig unterhalten. Das ist ganz im Sinne der alten Commedia – sie will vor allem unterhalten. Die Zuschauer dankten mit starkem Applaus.“
Wolfgang Wicht / 25.02.13 / TA

„Slapstick und Charme
…Eine Rolle wie geschaffen für den Komödianten Roman Weltzien: Er kann sich hier richtig austoben mit einer Mischung aus Slapstick und Charme; ist mal Schelm und mal Gauner, mal gewieft und mal täppisch – wohl kein Zuschauer, der ihn nicht bald ins Herz geschlossen hat. Das gleiche Format zeigt Irina Ries als Smeraldina – eine temperamentvolle, redegewandte Zofe, ebenso erfüllt von Spielfreude und Energie, die beiden gemeinsam ein komödiantisches Traumpaar….“
Susanne Sobko / 25.02.2013 / freies Wort

„Der Diener zweier Herren“ – Matinee zur Premiere in Eisenach

11. Februar 2013

„…Ab dem 23. Februar 2013 soll „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni das große Publikum im Eisenacher Theater begeistern. Die Vorschau am Sonntagvormittag (10.02.) im Rang-Foyer des Landestheaters war bereits viel versprechend. So brachte die gut besuchte Matinee den Theaterfreunden in bewährter Weise Informationen zu Stück und Autor, vorgetragen von Carsten Kochan (Dramaturgie) und Peter Bernhardt (Regie), näher. Das besondere Matinee-Highlight allerdings war der Mini-Auftritt von Roman Weltzien und Irina Ries, die mit einem kleinen Szenenauszug neben ihren komödiantischen Fähigkeit auch ein ungeahntes Sprachtalent dem deutlich erheiterten Publikum zu Gehör brachten…“
eisenach-city.de (Mike Burkhardt), 11.02.2013

„Amadeus“ in Eisenach – Kritik

11. Februar 2013

„…Die witzige Inszenierung wird spannungsvoll vom Orchester begleitet…
Mozart, den Roman Weltzien mit grandioser Bühnenpräsenz und furioser Agilität in Szene setzte,… wird aus der Sicht seines stärksten Konkurrenten Antonio Salieri beschrieben, dessen selbstzerstörerischen Neid Gregor Nöllen hervorstellte…
Komische Züge mischten Alexander Beisel und Stephan Rump­horst als herrlich kunstsinnfreie Gestalten des Hofes bei, während die meisterlich authentische Irina Ries als Constanze die Bürden einer Ehe mit dem Künstlergenie ertrug.“
TLZ (Julia Stadter), 20.01.2013

Premiere von „Spieltrieb“ in Eisenach

06. September 2012

Endlich wieder Bühne.

Nach einigen Synchronisationen von u.a. canadischen und japanischen Filmproduktionen mit aaron:.film, Nürnberg, ist es endlich wieder soweit. Mit einigen Auftritten als Sheila im „Hair“-Ensemble des Meininger Staatstheaters ging die Spielzeit 11/12 erfolgreich zu Ende. Jetzt hat das Schauspiel Irina Ries wieder – dieses Mal im Landestheater Eisenach. Am 20. September 2012 bin ich mit der Rolle der Ada in Juli Zehs „Spieltrieb“ in einer Inszenierung von Sebastian Stolz zu sehen. Eine tolle Probenphase geht in den Endspurt, man darf auf die Umsetzung des spannendes Stoffs gespannt sein. Karten bitte über das Kartenbüro des Theaters bestellen (03691 256-219).

Deutsche Stimme von Macarena Gómez in „Neon Flesh“

20. Februar 2012

Im Februar habe ich in Nürnberg  in der spanischen Produktion „Carne de neón“ u.a. La Canija (Macarena Gómez) meine Stimme geliehen. Der Film erscheint demnächst in den Videotheken.

Eine Produktion der WVG Medien GmbH / Aaron Film

prep and landing – naughty vs. nice

25. November 2011

Es bewegt sich was in München. Die Vorstellungen von Frankenstein im Metropoltheater werden gut angenommen (für die letzten drei Vorstellungen gibt es noch wenige Restkarten).

Und bald kann man meine Stimme im Fernsehen hören. Am 6. Dezember läuft der Kurzfilm PREP & LANDING – NAUGHTY VS. NICE der Walt Disney Animation Studios auf abc an und demnächst dann auch in Deutschland. Gestern war ich dafür im Synchronstudio.

Wenn ihr euch totschlagt, ist es ein Versehen – Kritiken

06. Juni 2011

„Die TiL-Bühne wird zur Baustelle eines Lebens
Spielfreudig und temporeich präsentierte Christian Fries seine Inszenierung von Oliver Bukowskis Kleist-Stück „Wenn ihr euch totschlagt, ist es ein Versehen“ bei der Premiere im Gießener Stadttheater am Freitagabend.
Von Techno-Beats beschallt kommen die Besucher durch den Hintereingang ins Theater,… auf dem Boden zwei rote Läufer und vor allem viele Kartonteile, die zwischen den elf flott abgerollten Szenen immer wieder neu gemischt oder umsortiert werden, als entstünde dadurch ein neuer Sinn des Bühnenbildes, das man auch als Baustelle Leben bezeichnen könnte…
Dergestalt thematisieren sich Requisiten, Kulissen und Spielanweisungen irgendwo zwischen Kunst und deren vermeintlichem Gegenteil selbst im theatralischen Geschehen…
Dabei bedient sich diese Bildsprache mal tänzerischer Elemente, dann wieder komischer Slapstickeinlagen, … „Ich bin das, was ich scheine, und scheine nicht das, was ich bin, mir selbst ein unerklärliches Rätsel, bin ich entzweit von meinem Ich“, klagt der Medardus der Elixiere über das Phänomen der multiplen Selbstwahrnehmung, die im digitalen Zeitalter durch die inflationäre Vervielfältigung der primären Wirklichkeit noch gesteigert wird.
Könnte das philosophische und mittlerweile auch gerne als Pubertätskitsch abgetane Thema der modernen Identitäts- und Erkenntniskritik, an der sich im Ausgang von Kant über Kleist und Hoffmann bis hin zu Bukowskis Bühnenstück die Literatur abarbeitet, auch vom Theaterbesuch abschrecken, so überzeugt diese Inszenierung durch die spielerische Leichtigkeit, mit der sich ihr Tiefsinn ästhetisch genießbar und oft auch komisch entfaltet. Der Unterhaltungswert äußert sich nicht zuletzt in einer Reihe überraschender Regieeinfälle. Schon mal gehört, wie es klingen kann, wenn man die Kritik der Urteilskraft singt (Irina Ries)? Bis zum Schluss vermochten die Darsteller das Publikum mit ihrem Spieltrieb zu bannen, wofür es lang anhaltenden Beifall spendete.“
Gießener Allgemeine Zeitung (Matthias Luft), 18.04.2011

„Heinrich Kleist in die Moderne versetzt
Premiere: „Wenn ihr euch totschlagt, ist es ein Versehen“ von Oliver Bukowski. – Beklemmendes Kammerspiel über Dreiecksverhältnis.
…Christian Fries ließ das Stück im Spannungsbereich zwischen Komödie und Tragödie changieren…
Bernd Getskard (Milan Pesl) ist ein verkanntes Genie mit allem, was das Klischee dazu hergibt. Der Dichter ist eitel, selbstgerecht, egomanisch und ignorant, unsicher, ängstlich sensibel und lebensuntüchtig. Ohne seine Freundin Claudi (Irina Ries) und seinen Freund Wiepert (Rainer Hustedt) wäre Getskard aufgeschmissen. Wie es sich für ein Genie gehört, dankt er den beiden nicht, sondern provoziert sie ständig…
Fries lässt seine Akteure beklemmend realistisch leiden und er lässt offen, ob Wiepert an Getskard oder Claudi in unglücklicher Liebe gekettet ist…
Fries und seinem Ensemble gelingt es, dem Stück seine Dialoglastigkeit zu nehmen und dem Publikum die beklemmende Welt eines manisch-depressiven Künstlers zu öffnen.“
Gießener Anzeiger (Klaus-J. Frahm), 18.04.2011