„Ab in den Wald“ – Pressestimmen

Into the woods fesselt in Gießen von Anfang an. Mit viel Tempo und Witz sowie liebevoller Figurenzeichnung erzählt ein engagiertes, spielfreudiges Ensemble die Geschichte. Das Ergebnis ist eine musikalisch wie darstellerisch gelungene Produktion mit Tiefgang.

…Schnell ist klar: Hier spielt ein bestens aufgelegter Cast. Hinter großen Bilderrahmen platziert, werden die einzelnen Charaktere vom Erzähler unaufgeregt und interessiert eingeführt, bevor sie selbst zu Wort kommen. Zunächst präsentieren sich hier grelle Märchenfiguren voller bekannter Klischees. Am deutlichsten wird das vielleicht bei Aschenputtel und ihrer Verwandtschaft: Irina Ries als Stiefmutter ist so abgrundtief bösartig, dass es eine helle Freude ist. …

Die einfachen, aber passenden Choreographien hat Inga Schneidt entwickelt. Sie kommt vom Hip Hop und sorgt für einen urbanen Tanzstil. Der Straßentanz fügt sich äußerst gut in die Dramaturgie und die Inszenierung ein. Die musikalische Seite überzeugt ebenfalls auf ganzer Linie. Andreas Kowalewitz schafft es, mit dem Philharmonischen Orchester Gießen einen Klangteppich zu gestalten, auf dem die Handlung gut nach vorne kommt. Die Tontechnik sorgt für einen guten Raumklang und eine Abmischung, die Orchester (toll: der echte Flügel im Orchestergraben) und Sänger gleichermaßen zur Geltung bringt. Nicht selbstverständlich in einem Stadttheater ist die Textverständlichkeit, die gerade bei Sondheim aber unbedingt notwendig ist. Der Sprachwitz und die Ironie der deutschen Übersetzung von Michael Kunze kommen so auch auf den Rängen an.“

Harry Weiß-Arzet / Musikalzentrale / Sept. 16

„Bunt, schrill, tief: Zahlreiche liebevolle Regieeinfälle, eine gelungene Besetzung, hohes musikalisches Niveau und ein beachtenswertes Bühnenbild sorgen für einen beeindruckenden Abend.“

Kurzbewertung / Musikalzentrale / 2.11.16

 

 

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