Im Februar habe ich in Nürnberg in der spanischen Produktion “Carne de neón” u.a. La Canija (Macarena Gómez) meine Stimme geliehen. Der Film erscheint demnächst in den Videotheken.
Eine Produktion der WVG Medien GmbH / Aaron Film
Im Februar habe ich in Nürnberg in der spanischen Produktion “Carne de neón” u.a. La Canija (Macarena Gómez) meine Stimme geliehen. Der Film erscheint demnächst in den Videotheken.
Eine Produktion der WVG Medien GmbH / Aaron Film
Es bewegt sich was in München. Die Vorstellungen von Frankenstein im Metropoltheater werden gut angenommen (für die letzten drei Vorstellungen gibt es noch wenige Restkarten).
Und bald kann man meine Stimme im Fernsehen hören. Am 6. Dezember läuft der Kurzfilm PREP & LANDING – NAUGHTY VS. NICE der Walt Disney Animation Studios auf abc an und demnächst dann auch in Deutschland. Gestern war ich dafür im Synchronstudio.
“Die TiL-Bühne wird zur Baustelle eines Lebens
Spielfreudig und temporeich präsentierte Christian Fries seine Inszenierung von Oliver Bukowskis Kleist-Stück “Wenn ihr euch totschlagt, ist es ein Versehen” bei der Premiere im Gießener Stadttheater am Freitagabend.
Von Techno-Beats beschallt kommen die Besucher durch den Hintereingang ins Theater,… auf dem Boden zwei rote Läufer und vor allem viele Kartonteile, die zwischen den elf flott abgerollten Szenen immer wieder neu gemischt oder umsortiert werden, als entstünde dadurch ein neuer Sinn des Bühnenbildes, das man auch als Baustelle Leben bezeichnen könnte…
Dergestalt thematisieren sich Requisiten, Kulissen und Spielanweisungen irgendwo zwischen Kunst und deren vermeintlichem Gegenteil selbst im theatralischen Geschehen…
Dabei bedient sich diese Bildsprache mal tänzerischer Elemente, dann wieder komischer Slapstickeinlagen, … “Ich bin das, was ich scheine, und scheine nicht das, was ich bin, mir selbst ein unerklärliches Rätsel, bin ich entzweit von meinem Ich”, klagt der Medardus der Elixiere über das Phänomen der multiplen Selbstwahrnehmung, die im digitalen Zeitalter durch die inflationäre Vervielfältigung der primären Wirklichkeit noch gesteigert wird.
Könnte das philosophische und mittlerweile auch gerne als Pubertätskitsch abgetane Thema der modernen Identitäts- und Erkenntniskritik, an der sich im Ausgang von Kant über Kleist und Hoffmann bis hin zu Bukowskis Bühnenstück die Literatur abarbeitet, auch vom Theaterbesuch abschrecken, so überzeugt diese Inszenierung durch die spielerische Leichtigkeit, mit der sich ihr Tiefsinn ästhetisch genießbar und oft auch komisch entfaltet. Der Unterhaltungswert äußert sich nicht zuletzt in einer Reihe überraschender Regieeinfälle. Schon mal gehört, wie es klingen kann, wenn man die Kritik der Urteilskraft singt (Irina Ries)? Bis zum Schluss vermochten die Darsteller das Publikum mit ihrem Spieltrieb zu bannen, wofür es lang anhaltenden Beifall spendete.”
Gießener Allgemeine Zeitung (Matthias Luft), 18.04.2011
“Heinrich Kleist in die Moderne versetzt
Premiere: “Wenn ihr euch totschlagt, ist es ein Versehen” von Oliver Bukowski. – Beklemmendes Kammerspiel über Dreiecksverhältnis.
…Christian Fries ließ das Stück im Spannungsbereich zwischen Komödie und Tragödie changieren…
Bernd Getskard (Milan Pesl) ist ein verkanntes Genie mit allem, was das Klischee dazu hergibt. Der Dichter ist eitel, selbstgerecht, egomanisch und ignorant, unsicher, ängstlich sensibel und lebensuntüchtig. Ohne seine Freundin Claudi (Irina Ries) und seinen Freund Wiepert (Rainer Hustedt) wäre Getskard aufgeschmissen. Wie es sich für ein Genie gehört, dankt er den beiden nicht, sondern provoziert sie ständig…
Fries lässt seine Akteure beklemmend realistisch leiden und er lässt offen, ob Wiepert an Getskard oder Claudi in unglücklicher Liebe gekettet ist…
Fries und seinem Ensemble gelingt es, dem Stück seine Dialoglastigkeit zu nehmen und dem Publikum die beklemmende Welt eines manisch-depressiven Künstlers zu öffnen.”
Gießener Anzeiger (Klaus-J. Frahm), 18.04.2011
“Knallereien, Farben, Musik: Frischs sperriger „Graf Öderland“ als sinnliches Spektakel
„Die Uraufführung 1951 in Zürich war ein respektabler Misserfolg, später in Frankfurt wurde das Stück unter Fritz Kortner noch einmal aufgeführt: ein noch respektablerer Misserfolg.“ Das sagte Autor Max Frisch mit einer gesunden Portion Selbstironie in einem Interview über seine Moritat „Graf Öderland“. Absolut nicht nachvollziehbar ist diese Bewertung aus früheren Jahren allerdings für jene, die jetzt am Stadttheater Gießen eine mehr als respektable Neuinszenierung erlebten.
Kurzweilig und doch anspruchsvoll, manchmal richtig witzig: Vor allem den zündenden Ideen von Regisseur Dirk Schulz und Bühnenbildner Bernhard Niechotz sowie dem engagierten Auftritt der Schauspieler ist es zu danken, dass nach der gut zweistündigen Aufführung das Premierenpublikum lang applaudierte…
…der spielerische Umgang mit dem Stoff ist es wohl auch, der den Theatermachern vor 60 Jahren fehlte…
Ein weiterer Grund für den Erfolg der aktuellen Inszenierung am Stadttheater mag sein, dass sich Regisseur Dirk Schulz nicht nur auf den reinen Text konzentrierte. Wo die Sätze zu sperrig, manchmal gar ein bisschen belehrend wurden, setzten die Akteure auf die Sinne der Zuschauer. Zu sehen gibt es genug: In erster Linie natürlich das lebhafte Spiel der hervorragenden Schauspieler, die mit Leichtigkeit gleich in mehrere Rollen schlüpften: …Wunderbar spielt Irina Ries, die gleich in drei koketten Rollen zu sehen ist: Hilde, Inge und Coco, alle drei sind Geliebte des Staatsanwalts…
Knallereien, Farben, Musik:Das ist das Beste, was einem bisweilen sperrigen Stoff passieren kann. Schließlich hält sich das Publikum nicht in einer Vorlesung auf, sondern im Theater.”
Gießener Anzeiger (Ulla Hahn-Grimm), 10.01.2011
“Kein öder Land in dieser Zeit.
Der Wutbürger steht auf im Lande, aber der interessiert den Grafen Öderland eigentlich nicht. Er will nicht Symbolfigur sein, und schon gar nicht will er Verantwortung tragen, außer für sich. Er will einfach nur leben, als könnte das Leben selbst dem Leben Sinn geben….
Es ist immer dieselbe Frau, die ihn begleitet (Irina Ries als Hilde/Inge/Coco), es ist immer dieselbe (Kyra Lippler als Elsa), die ihn betrügt, und immer derselbe Nicht-Freund (Roman Kurtz als Doktor Hahn), der ihr assistiert.
Der „Graf Öderland“ setzt im Stadttheater Gießen etliche erfreulich offene Fragen in die Welt.”
FR (Hans-Jürgen Linke), 10.01.2011
“»Graf Öderland«: Alles nur geträumt?
Mit Marilyn-Monroe-Charme verkörpert Irina Ries die drei Gespielinnen des Aussteigers, allesamt in unschuldigem Weiß gekleidet. Insgesamt 26 Figuren hat Frisch für seine »Moritat« vorgesehen,… die sie allesamt sehr sauber zeichnen.”
Gießener Allgemeine (Marion Schwarzmann), 09.01.2011
“Wehe wenn er losgelassen- Max Frischs „Graf Öderland“ wütet im Stadttheater Gießen
…Die Stimmungen unterstreichend erklang Fabian Kühnleins akustische Untermalung: Schüsse hallten durch die Abwasserkanäle, der Santorin-Jingle erinnerte an das uneinlösbare Versprechen einer unbeschwerten Zeit auf der Mittelmeerinsel, dem Sehnsuchtsziel des Staatsanwaltes, und unheilvoll gruselig erschallte der Kinderreim der schönen Köhlerstochter vom axtmordenden Grafen Öderland….
Irina Ries als junge Versuchung suchte den Staatsanwalt gleich in drei Rollen heim und versprühte die gleichwohl unschuldige wie gierige Lebensfreude, nach der dieser sich so sehnte.
Regisseur Dirk Schulz’ gelungene Inszenierung des schwierigen Stoffes schaffte es das Premierenpublikum durchweg zu fesseln, was es mit lang anhaltendem Schlussapplaus belohnte. Auch wenn bei der Premiere vordergründig viel gelacht wurde, blieb einem beim späteren Nachsinnen doch der eine oder andere- beim Ernst der Thematik unangebrachte- Lacher noch nachträglich im Halse stecken.”
Gießener Zeitung (Christiane Kowollikam), 10.01.2011
Ich habe Cilor meine Stimme geliehen. Die Trauringwerbung ist ab jetzt in allen deutschen Kinos zu sehen. Wer nicht warten will.
“Rabenschwarz und pointiert
Das Frauenkulturzentrum öffnete am Samstag seine Türen zu einem Neujahrsempfang mit kultureller Note, die punktgenau zu dem Programm des Elisabeth-Selbert-Vereins passte. Irina Ries, Mitglied des Schauspielerensembles am Stadttheater, präsentierte, begleitet von Marion Bathe, ihr Programm „Die Liebe und andere Hobbys“.
Rabenschwarz und böse sind die Lieder von Georg Kreisler, ironisch pointiert und passgenau dazu waren die Gedichttexte von Erich Kästner, die Irina Ries in ihrer „One-Woman-Show“ zusammengestellt hatte. Der Neujahrempfang war die richtige Plattform für eine gnadenlose Abrechnung mit dem scheinbar stärkeren Geschlecht der Männer. Mit sichtlichem Vergnügen präsentierte die Schauspielerin ihr eigenes kleines Programm, mit dem sie zuvor in der Reihe „Foyer um fünf“ im Stadttheater im vergangenen Jahr aufgetreten war.
Natürlich durfte „Tauben vergiften“ in der Rubrik „Hobbys“ nicht fehlen, das wohl bekannteste Kreislerlied… Manche Lieder, wie auch „Bidla Buh“ hatte Ries in eine Frauenvariante umgetextet und mit Lokalkolorit versehen, was bei dem rein weiblichen Publikum ankam…”
Gießener Anzeiger (Barbara Czernek), 17.01.2011
“Das nächste Jahr wird aufregend.
Da mein Vertrag in Gießen ausläuft, nutze ich die Chance, mich wieder neu zu orientieren. Der bisherige Stand ist, dass ich ab Sommer 2011 als freie Schauspielerin nach München ziehe. Dort werde ich mich neben der Bühne auch im Film und Sprecherwesen einbringen. Ich freue mich und bin gespannt.
Bis dahin werde ich im Gießener Stadttheater noch als Constanze, Doris, Hilde, Inge und Coco sowie als Stella zu sehen sein.
Ich wünsche allen einen gesunden Rutsch in ein aufregendes und zufriedenes nächstes Jahr.”
“Theatrale Sternstunde
Inszenierung von Shaffers “Amadeus” in Gießen
Nach zweieinhalb Stunden intensivem und blutvollem Theater bedankte sich das volle Haus am Samstag mit Bravorufen und nimmermüdem Applaus. Die Neuinszenierung von Peter Shaffers Schwarzer Komödie “Amadeus” durch Astrid Jacob mit Roman Kurtz als charismatischem Komponisten Salieri wurde zu einer theatralen Sternstunde im Stadttheater Gießen…
Schlüsselszene voller glaubhafter Emotion ist die Begegnung Salieris mit Mozarts Gattin.
Constanze, die ihm die Noten ihres Gatten vorlegt und bereit ist, für eine Anstellung ihres Gatten dem eigentlich keuschen Hofkomponisten zu willen zu sein…
Irina Ries ist hier kämpferische und mutige Frau, die in ihrer Haltung dem arroganten Salieri Paroli bietet. Im Schlussbild nimmt sie den toten Mozart in ihrem Schoß, das rührende Bild einer Schmerzensmutter…”
mittelhessen.de (Peter Merck), 01.11.2010
“Keine Anklänge an opulentes Rokoko
…Mit Anmut und dem Selbstbewusstsein einer jungen Frau spielt Irina Ries Mozarts Frau Constanze, die nicht so leichtlebig ist wie ihr Mann und sich den Nachstellungen durch Salieri mit entwaffnender Freizügigkeit erwehrt…”
Gießener Anzeiger (Thomas Schmitz-Albohn), 01.11.2010
Aufgrund der großen Nachfrage wird die Ein-Frau-Produktion “das Kunstseidene Mädchen” am 14. Januar 2011 wiederaufgenommen und bis etwa Ende April gespielt.
“Faszination des Blutes
Stadttheater Gießen zeigt “Orestie” von Aischylos
Gebannt verfolgte das Premierenpublikum die zweieinhalbstündige Aufführung, mit der die neue Spielzeit eröffnet wurde, und dankte am Ende mit lang anhaltendem, herzlichem Applaus. Und den hatte sich das Gießener Schauspielensemble auch verdient, denn es liefert unter Georgis Regie eine geschlossene Leistung ab und verwandelt die gewiss nicht einfache Vorlage in ein Stück sehens- und vor allem hörenswerter Schauspielkunst…
Prägnant im Ausdruck und scharf akzentuierend – das ist Petra Soltau im zweiten Teil als Chor der Frauen. Und im dritten Teil bietet sie zusammen mit Irina Ries als Chor der Erinyen ein Kabinettstückchen in souveräner, sprachlicher Gestaltung, dem es sogar nicht an Humor fehlt.”
Gießener Anzeiger (Thomas Schmitz-Albohm), 06.09.2010
“Stadttheater eröffnet mit der »Orestie« von Aischylos die Spielzeit
Mit einem Paukenschlag hat das Stadttheater am Samstag die aktuelle Spielzeit eröffnet. Regisseur Titus Georgi fordert mit seiner Inszenierung der »Orestie« von Aischylos das Publikum heraus
Georgi kostet die archaische Brutalität der antiken Tragödien-Trilogie exzessiv aus, lässt Blut, Schweiß und Tränen im Übermaß fließen und schafft so eine Version dieses Stücks Weltliteratur, die für Gesprächsstoff sorgt. Was will man mehr verlangen vom Theater?! Für manch einen in der Premierenvorstellung war dies zu viel, und als das Blut eimerweise ausgekippt wurde, verließen Vereinzelte den Saal…
Im dritten Teil, den »Eumeniden«, klagen Soltau und Irina Ries als »Chor der Erinyen« den Muttermörder Orest als Seelenquälerinnen an. Da heißt es aufpassen, denn jeder Satz hat hier Gewicht, erfordert volle Konzentration – von Schauspielerin und Publikum gleichermaßen.
Irina Ries kann sowohl als trauernde Elektra überzeugen als auch später im Zusammenspiel mit Petra Soltau als furiengleiche, personifizierte Gewissensbisse. Das Premierenpublikum quittierte gegen 22.30 Uhr den »gewaltigen Brocken«, den Georgi und das fast vollzählige Ensemble serviert hatten, mit wohlwollendem Applaus. Auch ohne seherische Fähigkeiten lässt sich prophezeien, dass diese Inszenierung für Gesprächsstoff sorgen und noch lange in Erinnerung bleiben wird.”
Gießener Allgemeine (Karola Schepp), 05.09.2010